Design by Play Casino

Zeitgeschichte

Unterm Dach des Vereins „Erinnern“ veranstalte ich seit 2008 mit Schülern unseres Gymnasiums Gedenkveranstaltungen für die einzelnen Opfergruppen des NS-Regimes im Gailtal – um den Versuch zu machen, den bislang unterbliebenen Denkschritt zu unternehmen, dass alles, was in den Geschichtebüchern über den Nationalsozialismus steht und endlich Teil des österreichischen Geschichtsbewusstseins geworden ist, auch vor der eigenen Haustüre, im eigenen Dorf, in unmittelbarer Nachbarschaft geschehen ist.

(c) Marina Jamritsch

Die schriftlichen Ausführungen zu diesen Gedenkveranstaltungen sind in der
Carinthia I, dem Publikationsorgan des Geschichtsvereins für Kärnten, veröffentlicht. Die „Carinthia I“ liegt in allen Jahrgängen an der Stadtbibliothek Hermagor vor. 

  • Carinthia I, 2008: Jüdische Spuren im Bezirk Hermagor
  • Carinthia I, 2009; Euthanasie im Bezirk Hermagor
  • Carinthia I, 2010: 3 Optanten-Schicksale aus Hermagor / Aktion „Heim ins Reich“
  • Carinthia I, 2011: Die Geschichte des Stadttheaters Klagenfurt 1938 – 1945
  • Carinthia I, 2012: Zum 70. Jahrestag der „Aussiedlung“ der Kärntner Slowenen
  • Carinthia I, 2013: „Patriotentätigkeit“ und „Bandenbekämpfung“ – Partisanen in den Karnischen Alpen

 

Zeitgeschichte: Ella Lingens, eine der „Gerechten unter den Völkern“

Peter Michael Lingens, Gründungschefredakteur des „Profil“, war am 15. Und 16. Oktober  nicht nur als einer der ersten Journalisten des Landes, sondern in erster Linie als Zeitzeuge des Nationalsozialismus zu Gast im Gymnasium Hermagor.  Er erzählte über seine Kindheit, die er zwischen 1942-1948 in Birnbaum/Les. bzw. Kötschach mit seinem Kindermädchen verbrachte, während seine Mutter wegen Unterstützung des Widerstandes in Auschwitz interniert war. Wie er als Kleinkind damit zurecht kam, wie ihm die „Dekanin“ aus Kötschach ein Zuhause bot und wie ihm  drei Jahre  nach dem Abschied  seine Mutter 1945 wieder gegenüberstand, ebenso wie sein weiterer Lebensweg und der seiner Mutter verlief, die 1980 als „Gerechte unter den Völkern“ vom israelischen Staat geehrt wurde, darum ging es in diesem von Marina Jamritsch organisierten Zeitzeugengespräch für interessierte Gäste und Schüler. 

Autor: Dr. Marina Jamritsch

Weiterlesen...

"Patriotentätigkeit" und "Bandenbekämpfung"

„Schauplatz Gailtaler Almen 1944“ – 19.4.2013

Eine Epitome aus dem Vortrag unseres Gastredners Dr. Michael Koschat:

Der bewusst dialektisch formulierte Untertitel der Gedenkveranstaltung, "Patriotentätigkeit" und "Bandenbekämpfung", markiert die beiden Pole und antagonistischen Diskursebenen einer Konfrontation, die in einer bis heute noch immer stark ideologisch grundierten, familiengeschichtlich geprägten und strukturierten sowie ebenso apodiktisch wie unversöhnlich um Deutungshoheit bemühten und sich oft in einer reinen Aufrechnung erschöpfenden Erinnerungspolitik eine konsequente Fortsetzung erfährt.

Weiterlesen...

Ella Lingens, eine der „Gerechten unter den Völkern“

Mittwoch, 15.10.2014, 19.30, Schulaula



Ella Lingens
wurde 1908 in Wien geboren, 1926 trat sie der sozialdemokratischen Partei bei. Zusammen mit ihrem Mann versteckte die Juristin im November 1938 zehn jüdische Familien, um sie vor den Gewalttaten der „Reichspogromnacht“  zu schützen. Später wurde sie von einem Spitzel der Gestapo verraten und kam im Februar 1943 ins Konzentrationslager Auschwitz. Als Häftlingsärztin traf sie dort auf Josef Mengele und arbeitete  durch das Fälschen von Attesten der Selektion und Ermordung Schwerkranker entgegen. Nach der Evakuierung des Lagers  wurde sie ins KZ Dachau verlegt, wo sie 1945 von der amerikanischen Armee befreit wurde. Nach dem Krieg beendete Ella Lingens ihr Medizinstudium und arbeitete in verschiedenen Kliniken sowie im Sozialministerium. 1980 erhielt sie durch Yad Vashem die Auszeichnung als „Gerechte der Völker“. Sie starb am 30. Dezember 2002.

Weiterlesen...

Schauplatz Gailtaler Almen 1944

„Patriotentätigkeit“ und „Bandenbekämpfung“

(c) Dino Ariis

(c) Dino Ariis

Am Freitag, dem 19. April 2013 (19:30 Uhr), findet in der Aula unserer Schule ein Gedenkabend zu den Kriegsereignissen im Sommer 1944 auf den Obergailtaler Almen statt. Von SS-Spezialeinheiten durchgeführte und als „Bandenbekämpfung“ bezeichnete Aktionen gegen italienische Partisanen und Kollaborateure – einige sogar aus der Kötschacher Gegend - forderten viele zivile Opfer. Mit Zeitzeugenberichten und einem Film von Dino Ariis soll dieser Opfer gedacht  und Erinnerungen zurechtgerückt werden.
Als Gastredner konnte Dr. Michael Koschat (Autor von „Braune Flecken im Ortsbild“ und “Opfer, Täter, Denunzianten”) gewonnen werden.

Im Folgendem ein Text der Initiatorin der Veranstaltung – Dr. Marina Jamritsch ©

Kärnten hatte im 2. Weltkrieg nicht nur an seiner SO-Grenze eine Partisanenfront. Ab dem Frühjahr/Sommer 1944  tat sich eine solche von den Nazis ebenso gefürchtete in den Karnischen Alpen auf.

Weiterlesen...

webadmin

Friday the 27th. Design by QualityJoomlaTemplates.
Copyright 2012

©