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Praktikum im Fach Sozialmanagement

Das Fach Sozialmanagement setzt sich zum Ziel,  junge Menschen in ihren Fähigkeiten, Fertigkeiten und Bereitschaften zu stärken und ihnen so die Möglichkeit zu bieten, soziale, politische, ökonomische und kulturelle Prozesse zu verstehen, zu deuten und zu reflektieren, eigenständig verschiedene Handlungsmöglichkeiten zu erkennen.

Gemäß diesem Lernziel absolvierten auch in diesem Schuljahr unsere Schülerinnen und Schüler der Klassen 7a und 7b ihr einwöchiges Praktikum in den verschiedenen sozialen und sozial verwandten Bereichen. Die Möglichkeit, sich in einem professionellen Umfeld zu versuchen zu können, Grenzen auszutesten und verschiedenste Berufsbilder aus einem anderen Blickwinkel zu erleben, wird von den Schülerinnen und Schülern immer wieder positiv bewertet. Die Vergangenheit zeigt uns auch, dass diese Zeit für viele Schülerinnen und Schüler der Impulsgeber für ihre spätere Berufswahl gewesen ist.

 

Wir bedanken uns auf diesem Weg noch einmal ganz herzlich bei allen Praktikumsgebern!

Die Klassen 7a und 7b mit Ihren Professorinnen Huber und Köck

Eine Auswahl von „Reflexionssplittern“ zeigt, wie es jungen Menschen beim Sammeln neuer Erfahrungen gegangen ist:

 

Carmen meint in ihrer Reflexion über die Zeit beim Roten Kreuz:

[…] Es ist schön zu sehen, wie offen und herzlich die meisten Patienten sind. Wenn sie noch gut ansprechbar sind, erfährt man in einer dreißig minütigen Fahrt schon die halbe Lebensgeschichte. Der Krankentransport ist für viele ältere Patienten die einzige Möglichkeit, mit jemandem zu kommunizieren, da Krankenschwestern in den Krankenhäusern auch nicht die Zeit haben, sich mit jedem Patienten zu unterhalten. Es gibt aber auch demente Erkrankte. Bei ihnen muss man Nerven bewahren. Ständig dieselben Fragen zu beantworten, ist sehr anstrengend, trotzdem muss man immer nett bleiben. […]

Hannah über ihre Woche am Institut für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen Kärnten:

Für mich war die Woche am ILV eine sehr tolle Erfahrung. Ich konnte mir so viele verschiedene Berufsfelder ansehen und sogar selbst ein wenig in die Rolle einer Laborassistentin schlüpfen. […] Schon am ersten Tag war es für mich vorstellbar, selbst einmal in so einem Institut zu arbeiten und im Laufe der Woche stieg diese Begeisterung immer mehr an. Da ich mich aber nicht so sehr für Tiere, sondern eher für Menschen interessiere, wäre die Arbeit in einem Labor, in dem Proben von Menschen untersucht werden, für mich eher geeignet.

Elena äußert sich über ihr Praktikum in einem Krankenhaus der KABEG folgendermaßen:

[…] Ich habe in dieser Woche aber leider nicht nur Schönes erlebt. Vor allem auf Station …, wo die schwer betroffenen Menschen untergebracht sind, hat es immer wieder Momente gegeben, in denen es mir wirklich schwer gefallen ist, mein Mitgefühl den Patienten gegenüber professionell zu zeigen. Für mich als gesunden Menschen ist es unvorstellbar, mit einer Einschränkung wie Gehunfähigkeit oder schweren Schluckproblemen zu leben. Trotz allem bin ich nach dieser Woche nur noch mehr davon überzeugt, dass ich diese Herausforderungen meistern und eine gute Therapeutin werden kann.

Marianne berichtet nach ihrem Praktikum im Vinzidorf/Graz:

(Zur Erklärung: Die Vinzidörfer Österreichs bieten Obdachlosen eine Unterkunft, nach dem Motto, zuerst ein Dach über dem Kopf und dann kann an den anderen Problemen gearbeitet werden. [ Anm. d.Verf.])

„Wer nicht einmal einen Stein hat, auf den er sein Haupt legen kann, der sei willkommen.“

Dieses Motto steht am Eingang des Grazer Vinzidorfs.

Im Laufe der Woche erfuhr ich viel über einige der Dorfbewohner. Wie sich schnell herausstellte, war bei vielen Männern nicht der Geldmangel der Grund, warum sie auf der Straße landeten. Vielmehr sind es Beziehungsprobleme, die die Männer scheitern ließen. […] Vielleicht haben sie ihr Leben nicht mehr im Griff, sie  gehören für mich aber trotzdem zu den nettesten Menschen, die ich in meinem bisherigen Leben kennenlernen durfte. […] Es waren fünf zu kurze Tage, um annähernd einen kleinen Teil des Vinzidorfes kennenzulernen. Viele Lebensgeschichten blieben unerzählt und werden es wohl auch für immer bleiben. Ich fühle mich geehrt, dass ich fünf Tage mit so wunderbaren Menschen, seien es Pfleger, freiwillige Helfer oder Bewohner des Vinzidorfes verbringen durfte. Ich hoffe, diese Erfahrung in meinem Leben wiederholen zu können und dass es sich andere auch zutrauen, eine derartige Hilfe zu leisten […]

Tatjana rückblickend auf ihre Zeit bei der Caritas in Bratislava:

Ich muss sagen, dass ich schon vor Beginn der Praktikumswoche ahnte, dass das Arbeiten in einem Seniorenheim vielleicht nicht das Richtige für mich ist. Trotzdem wollte ich es ausprobieren und versuchen, einige alte Menschen glücklich zu machen. […] Die Arbeit mit den Senioren rührte mich so sehr, dass ich nachzudenken begann, ob ich überhaupt fähig bin, im Sozialbereich zu arbeiten. Glücklicherweise bekam ich auch die Möglichkeit im Zentrum Samária – (einem Zentrum für psychisch erkrankte Menschen, das ebenfalls von der Caritas betreut wird) – mitzuhelfen und bei Klientengesprächen dabei zu sein. Außerdem durfte ich noch einen Tag mit der Hauskrankenpflege mitfahren und Hausbesuche machen.  Nach diesen Erfahrungen kann ich es mir vorstellen, später als Krankenschwester oder Psychologin zu arbeiten. […] das Gefühl, jemandem geholfen zu haben, ob im Seniorenheim, im Samária oder bei der Hauskrankenpflege, war eine schöne und unbezahlbare Erfahrung.

 

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